{"id":37749,"date":"2026-06-24T07:57:28","date_gmt":"2026-06-24T07:57:28","guid":{"rendered":"https:\/\/doxee.com\/nicht-kategorisiert\/european-data-act\/"},"modified":"2026-06-24T08:03:37","modified_gmt":"2026-06-24T08:03:37","slug":"european-data-act","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doxee.com\/de\/ressourcen\/blog\/european-data-act\/","title":{"rendered":"Cloud-Strategien in Customer Communications: Warum der European Data Act alles ver\u00e4ndert"},"content":{"rendered":"\n<p>Mehr als ein Jahrzehnt lang folgte die Auswahl von Plattformen f\u00fcr Customer Communications einem klar definierten und weitgehend stabilen Kriterienkatalog: Funktionsumfang, Kosten, Skalierbarkeit und Integrationstiefe galten als die entscheidenden Ma\u00dfst\u00e4be. War eine Plattform einmal ausgew\u00e4hlt und produktiv implementiert, wurde sie als dauerhafter Bestandteil der Unternehmensarchitektur betrachtet \u2013 als langfristige Investition mit hoher technologischer Kontinuit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem European Data Act verliert dieses Verst\u00e4ndnis jedoch seine G\u00fcltigkeit. Die regulatorischen Anforderungen ver\u00e4ndern die strategischen Rahmenbedingungen grundlegend und zwingen Unternehmen dazu, ihre bisherigen Annahmen \u00fcber Bindung, Portabilit\u00e4t und Kontrolle von Cloud-Plattformen neu zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<p>Indem der Data Act Datenportabilit\u00e4t und Anbieterwechsel von blo\u00dfen Verhandlungsargumenten zu gesetzlich verankerten Rechten erhebt, f\u00fchrt er eine neue strategische Dimension ein, die CIOs, CTOs und Chief Risk Officers \u2013 insbesondere in regulierten Branchen \u2013 k\u00fcnftig unbedingt ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen: die Unabh\u00e4ngigkeit vom Anbieter.<\/p>\n\n\n\n<p>Anbieterunabh\u00e4ngigkeit ist heute eine Governance-Anforderung mit direkten Auswirkungen auf Risikoreportingprozesse, die Sorgfaltspflicht gegen\u00fcber Lieferanten und langfristige Entscheidungen auf Vorstandsebene.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"hs-cta-embed hs-cta-simple-placeholder hs-cta-embed-215260798637\"\n  style=\"max-width:100%; max-height:100%; width:700px;height:280.375px\" data-hubspot-wrapper-cta-id=\"215260798637\">\n  <a href=\"https:\/\/cta-service-cms2.hubspot.com\/web-interactives\/public\/v1\/track\/redirect?encryptedPayload=AVxigLKgtNzbvHHm6Wiwx1r%2BD5B7clT2KWdRbiM%2BsDD%2B6FiPfZcgp5VVsK7O5NqBZRIn%2BC69%2B%2F56zNLcBmsgGGFp4KA4AHYykBx1RGaDh1%2FuY8OTHPf5N6%2Fr1I5Qcb7McImXG2T2W3fIHPstZzjkGC8wmLW5A6YtPv9CYHXRdpzOAdYiZwgMwo20FwuFT3U1aBWYsstBMYqYVGbEa4KItZ1DqPqqear3LuBzHPFqpC37WF3x03CBRHlzNANELitfF%2BmY%2BJ8%3D&#038;webInteractiveContentId=215260798637&#038;portalId=4862650\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" crossorigin=\"anonymous\">\n    <img decoding=\"async\" alt=\"Executive Guide\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/no-cache.hubspot.com\/cta\/default\/4862650\/interactive-215260798637.png\" style=\"height: 100%; width: 100%; object-fit: fill\"\n      onerror=\"this.style.display='none'\" \/>\n  <\/a>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vendor Switching: Vier strukturelle Ursachen f\u00fcr den Anbieterwechsel<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Notwendigkeit, den Anbieter von Customer-Communication-L\u00f6sungen zu wechseln und bestehende Vendor-Lock-in-Strukturen aufzubrechen, entsteht h\u00e4ufig aus strategischen und operativen Gr\u00fcnden \u2013 unabh\u00e4ngig von regulatorischem Druck. In Enterprise-Unternehmen treten vier Szenarien besonders h\u00e4ufig auf.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:24px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Technologische Obsoleszenz<\/h3>\n\n\n\n<p>Customer-Communication-Plattformen, die auf Legacy-Architekturen aufgebaut sind \u2013 von Mainframe-Systemen bis hin zu fr\u00fchen On-Premise- und Cloud-L\u00f6sungen \u2013verlieren zunehmend die F\u00e4higkeit, interaktive digitale Ausgaben, Omnichannel-Orchestrierung oder die Integration mit KI-Funktionen und modernen Datenplattformen zu unterst\u00fctzen. Entscheidend ist in diesen F\u00e4llen vor allem die Geschwindigkeit, mit der sich die Migration ohne operative Unterbrechungen durchf\u00fchren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:24px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>End-of-Life und Diskontinuit\u00e4t beim Anbieter<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Anbieter erkl\u00e4ren Produkte f\u00fcr End-of-Life, konsolidieren ihr Portfolio durch die \u00dcbernahme konkurrierender Plattformen oder ziehen sich vollst\u00e4ndig aus einzelnen Marktsegmenten zur\u00fcck. Der Fall Assentis verdeutlicht, wie Lifecycle-Entscheidungen eines Anbieters pl\u00f6tzlich externe und nicht verhandelbare Migrationsfristen schaffen k\u00f6nnen. Werden solche \u00dcberg\u00e4nge nicht fr\u00fchzeitig geplant und umgesetzt, entstehen erhebliche operative und regulatorische Risiken \u2013 insbesondere in compliance-sensitiven Umgebungen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:24px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wirtschaftliche Optimierung und kommerzielle Neuausrichtung<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit der Reife des Cloud-Services-Markts entstehen zunehmend alternative Anbieter mit vergleichbaren Funktionen und deutlich niedrigerem Total Cost of Ownership (TCO). CFOs und IT-Einkaufsteams hinterfragen deshalb immer h\u00e4ufiger die Wirtschaftlichkeit bestehender Plattformen. Lizenzmodelle, die vor zehn Jahren noch wettbewerbsf\u00e4hig waren, lassen sich heute oft kaum noch rechtfertigen.<\/p>\n\n\n\n<p>In solchen Situationen wird Switching-Readiness zum entscheidenden Faktor: die F\u00e4higkeit eines Unternehmens, den Anbieter schnell und ohne Betriebsunterbrechung zu wechseln. Fehlt diese F\u00e4higkeit, bleibt das Unternehmen faktisch an den bestehenden Anbieter gebunden \u2013 nicht durch Vertr\u00e4ge, sondern durch die praktische Komplexit\u00e4t einer Migration.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:24px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erweiterung des funktionalen Perimeters<\/h3>\n\n\n\n<p>Unternehmen wachsen h\u00e4ufig \u00fcber die urspr\u00fcnglich gew\u00e4hlte Plattform hinaus, wenn sich ihre Kommunikationsanforderungen weiterentwickeln. Ein Anbieter, der zun\u00e4chst f\u00fcr die Rechnungsverarbeitung ausgew\u00e4hlt wurde, st\u00f6\u00dft schnell an Grenzen, sobald neue Anforderungen hinzukommen. Dazu z\u00e4hlen etwa eIDAS-konforme Vertrauensdienste wie digitale Identit\u00e4tspr\u00fcfung, zertifizierte elektronische Zustellung oder qualifizierte elektronische Signaturen. Ebenso relevant sind neue Formen des Customer Engagements, etwa interaktive Videos oder KI-gest\u00fctzte personalisierte Kommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob ein Wechsel auf eine einheitliche Plattform m\u00f6glich ist, entscheidet sich fr\u00fch. Ma\u00dfgeblich ist, ob die bestehende Infrastruktur auf offenen Standards basiert. Nur dann bleibt eine Migration \u00fcberhaupt praktikabel.<\/p>\n\n\n\n<p>Allen vier Szenarien ist eine zentrale Voraussetzung gemeinsam: die F\u00e4higkeit, ohne Reibungsverluste zu wechseln. Mit dem Data Act wird diese F\u00e4higkeit ausdr\u00fccklich zu einem Governance-Thema.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum Switching bei Customer Communications komplexer ist als anderswo<\/h2>\n\n\n\n<p>Nicht alle cloudbasierten Systeme sind gleich komplex zu migrieren. Customer-Communication-Plattformen nehmen dabei aus zwei strukturellen Gr\u00fcnden eine besonders kritische Rolle ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Grund betrifft die <strong>Template-Bibliothek<\/strong> \u2013 einen Katalog aus Dokumentvorlagen, leeren Schemata, Regeln und Logik.<\/p>\n\n\n\n<p>In ausgereiften Enterprise-CCM-Umgebungen geht es nicht um einige Dutzend Dokumente, sondern um Hunderte, oft Tausende von Assets. Dazu z\u00e4hlen Rechnungen, Vertr\u00e4ge, regulatorische Mitteilungen, Policen und deren Omnichannel-Varianten.<\/p>\n\n\n\n<p>Jede Vorlage enth\u00e4lt \u00fcber Jahre aufgebaute Business-Logik: Personalisierungsregeln, regulatorisch freigegebene Sprachbausteine, Markenrichtlinien sowie Daten-Mappings zu ERP- und CRM-Systemen.<\/p>\n\n\n\n<p>Basieren diese Assets auf propriet\u00e4ren Formaten, wird die Migration komplex. Sie erfordert Reverse Engineering, Neuentwicklung und erneute Zertifizierung \u2013 Asset f\u00fcr Asset. Jede Vorlage muss verstanden, \u00fcbersetzt und anschlie\u00dfend neu freigegeben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Grund betrifft das <strong>Dokumentenarchiv<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>CCM-Plattformen in regulierten Branchen erzeugen nicht nur Dokumente \u2013 sie speichern und akkumulieren sie. Jede Rechnung, jede Police und jede vertragliche Mitteilung unterliegt gesetzlichen Aufbewahrungsfristen, meist sieben bis zehn Jahre, teilweise auch dauerhaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Datenvolumen ist erheblich. Ein Versorgungsunternehmen mit zwei Millionen Kunden akkumuliert \u00fcber 20 Millionen Dokumente pro Jahr. Jedes Dokument ist mit Metadaten verkn\u00fcpft: Kundenkennung, Dokumenttyp, Zustellstatus, Referenz auf digitale Signaturen, rechtliche Zeitstempel und Integrit\u00e4ts-Hashes.<\/p>\n\n\n\n<p>Document-Management- und Enterprise-Content-Management-Systeme (DMS\/ECM), die auf propriet\u00e4ren Metadatenschemata oder geschlossenen Export-APIs basieren, erzeugen damit eine technische Form von Vendor-Lock-in. Diese steht in direktem Spannungsverh\u00e4ltnis zu den im European Data Act verankerten Portabilit\u00e4tsrechten.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was die Verordnung tats\u00e4chlich fordert<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Data Act folgt einer klar definierten Umsetzungs-Timeline. Ab dem <strong>12. September 2025<\/strong> gelten die Switching-Pflichten f\u00fcr alle neuen Cloud-Vertr\u00e4ge. Ab dem <strong>12. September 2026<\/strong> erstrecken sie sich auf Legacy-Vertr\u00e4ge, die vor diesem Datum abgeschlossen wurden: Ab <strong>2027<\/strong> unterliegt damit der gesamte Bestand bestehender Cloud-Beziehungen im Bereich Customer Communications den Portabilit\u00e4ts- und Switching-Anforderungen. Ab dem <strong>12. Januar 2027<\/strong> sind Switching-Kosten vollst\u00e4ndig verboten, einschlie\u00dflich der Geb\u00fchren f\u00fcr die Datenextraktion (Egress-Fees).<\/p>\n\n\n\n<p>Cloud-Anbieter sind gesetzlich verpflichtet, technische und vertragliche H\u00fcrden abzubauen, die einen Wechsel \u2013 insbesondere das Cloud-Switching \u2013 erschweren. Sie m\u00fcssen zudem die Dienstleistungskontinuit\u00e4t w\u00e4hrend des \u00dcbergangs sicherstellen und Migrationen zu funktional gleichwertigen Diensten aktiv unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Datenportabilit\u00e4t wird damit zu einem echten, gesetzlich garantierten Recht. Ebenso st\u00e4rkt die Verordnung die funktionale \u00c4quivalenz, also das Recht, dieselben F\u00e4higkeiten anderswo neu aufzubauen, sowie die Datenhaltung in der EU. F\u00fcr regulierte Kommunikation, die gesetzlich \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume aufbewahrt werden muss, sind diese Grunds\u00e4tze von besonderer Relevanz.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von der Technologie zur Governance<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Vendor-Dependency-Risiko beschreibt die systemische Abh\u00e4ngigkeit kritischer Kommunikationsprozesse von einem einzelnen Anbieter oder einer propriet\u00e4ren Architektur. Dieses Risiko wird zunehmend zu einem Thema auf Vorstandsebene. Besonders betroffen sind Finanzdienstleister, Versorgungsunternehmen, Telekommunikationsanbieter und Versicherungen. In diesen Branchen haben Customer Communications direkte rechtliche, vertragliche und Compliance-Implikationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Entwicklung vollzieht sich in einem breiteren europ\u00e4ischen Regulierungskontext, in dem DORA, NIS2 und der AI Act konvergieren, um die Grenzen der Verantwortlichkeit f\u00fcr Technologieanbieter neu zu definieren. Der Data Act ist eine Komponente eines koh\u00e4renten Rahmens, in dem die Abh\u00e4ngigkeit von Dritten zu einer messbaren und berichtspflichtigen Exposition wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unternehmen, die in diesem neuen Umfeld am erfolgreichsten agieren, behandeln Switching-Readiness als strategischen Kontrollmechanismus. Sie verankern ihn in Architekturentscheidungen, Risikomanagement-Frameworks, j\u00e4hrlichen Anbieterreviews und den Kriterien der Technologie-Beschaffung.<\/p>\n\n\n\n<p>Konkret bedeutet das: zentrale Kennzahlen werden messbar gemacht. Dazu geh\u00f6ren die gesch\u00e4tzte Migrationsdauer, der Anteil von Assets in offenen Formaten und die Verf\u00fcgbarkeit qualifizierter Alternativanbieter. Diese Kennzahlen m\u00fcssen systematisch in die Technology-Governance-Zyklen einflie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den ab September 2026 geltenden Legacy-Vertragspflichten und der ab Januar 2027 entfallenden Switching-Kosten verk\u00fcrzt sich das Zeitfenster f\u00fcr proaktives Handeln deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Entdecken Sie, wie <a href=\"https:\/\/doxee.com\/de\/platform\/\" data-type=\"page\" data-id=\"34346\">Doxee Platform\u00ae<\/a> Portabilit\u00e4t, Resilienz und Compliance by Design erm\u00f6glicht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"hs-cta-embed hs-cta-simple-placeholder hs-cta-embed-215260798637\"\n  style=\"max-width:100%; max-height:100%; width:700px;height:280.375px\" data-hubspot-wrapper-cta-id=\"215260798637\">\n  <a href=\"https:\/\/cta-service-cms2.hubspot.com\/web-interactives\/public\/v1\/track\/redirect?encryptedPayload=AVxigLKgtNzbvHHm6Wiwx1r%2BD5B7clT2KWdRbiM%2BsDD%2B6FiPfZcgp5VVsK7O5NqBZRIn%2BC69%2B%2F56zNLcBmsgGGFp4KA4AHYykBx1RGaDh1%2FuY8OTHPf5N6%2Fr1I5Qcb7McImXG2T2W3fIHPstZzjkGC8wmLW5A6YtPv9CYHXRdpzOAdYiZwgMwo20FwuFT3U1aBWYsstBMYqYVGbEa4KItZ1DqPqqear3LuBzHPFqpC37WF3x03CBRHlzNANELitfF%2BmY%2BJ8%3D&#038;webInteractiveContentId=215260798637&#038;portalId=4862650\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" crossorigin=\"anonymous\">\n    <img decoding=\"async\" alt=\"Executive Guide\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/no-cache.hubspot.com\/cta\/default\/4862650\/interactive-215260798637.png\" style=\"height: 100%; width: 100%; object-fit: fill\"\n      onerror=\"this.style.display='none'\" \/>\n  <\/a>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">FAQ<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Wann treten die Data-Act-Pflichten f\u00fcr bestehende Cloud-Vertr\u00e4ge in Kraft?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ab dem 12. September 2026 erstrecken sich die Portabilit\u00e4ts- und Switching-Pflichten auf Legacy-Vertr\u00e4ge. Ab dem 12. Januar 2027 sind Switching-Kosten vollst\u00e4ndig verboten, einschlie\u00dflich der Egress-Fees.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum sind Customer Communications besonders dem Vendor-Lock-in-Risiko ausgesetzt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus zwei strukturellen Gr\u00fcnden: einer Template-Bibliothek, die \u00fcber Jahre aufgebaute Business-Logik enth\u00e4lt und eine Asset-f\u00fcr-Asset-Rezertifizierung erfordert, sowie einem Dokumentenarchiv mit Millionen Datens\u00e4tzen, die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten von sieben bis zehn Jahren unterliegen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was bedeutet \u201eSwitching-Readiness\u201c in der Praxis?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es handelt sich um einen messbaren Risikoindikator, der die Migrationszeit, den Anteil von Assets in offenen Formaten, die Extrahierbarkeit von Daten ohne Anbieterunterst\u00fctzung und die Verf\u00fcgbarkeit qualifizierter Alternativanbieter bewertet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ist Switching rein ein Thema der regulatorischen Compliance?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nein. Auch au\u00dferhalb des European Data Act-Perimeters bleibt das Thema relevant.Technologische Obsoleszenz, Anbieter-End-of-Life (wie im Fall Assentis), TCO-Optimierung und die Erweiterung des funktionalen Umfangs machen Switching zu einer operativ kritischen F\u00e4higkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als ein Jahrzehnt lang folgte die Auswahl von Plattformen f\u00fcr Customer Communications einem klar definierten und weitgehend stabilen Kriterienkatalog: Funktionsumfang, Kosten, Skalierbarkeit und Integrationstiefe galten als die entscheidenden Ma\u00dfst\u00e4be. War eine Plattform einmal ausgew\u00e4hlt und produktiv implementiert, wurde sie als dauerhafter Bestandteil der Unternehmensarchitektur betrachtet \u2013 als langfristige Investition mit hoher technologischer Kontinuit\u00e4t. 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